Pedder: Sylvia, wie bist Du zur Meenzer Fassenacht und zum FCV gekommen?

Sylvia: Wie jeder ja an meinem Dialekt hören kann komme ich aus Schwaben. Dort war ich viele Jahre in der Fasnet sehr aktiv. Durch den Umzug nach Hessen ist dies über die Jahre weniger geworden und irgendwann ganz eingeschlafen. Da ich damit aufgewachsen bin hat mir dann im Jahresablauf schon was gefehlt wenn dies dann wegfällt. Es fing dann an, dass ich die ersten Sitzungen besucht habe und es mir ganz gut gefallen hat. Dann kam der erste Umzug in Finthen und das erste Mal Rosenmontagsumzug auf dem Wagen des Kleinen Rates. Beim zweiten Rosenmontagszug lag dann schon der ausgefüllte Mitgliedsantrag auf dem Tisch. Den ich auch gerne unterschrieben habe. Was ich allerdings immer noch beibehalten habe: Ich schaue mit großer Hingabe an den Sonntagen mittags auf dem 3 Fernsehprogramm schwäbisch-allemanische Fasnetsumzüge. Da darf auch keiner stören.

Pedder: Ein großer Schritt vom Häß aus der schwäbisch- alemannischen Fastnacht zur FCV Kapp. Haben Dich die Finther gut aufgenommen?

Sylvia: Ja ich bin sehr gut aufgenommen worden. Ich hatte nie das Gefühl, dass ich nicht dazu gehöre oder mich erst beweisen muss. Als geselliger Mensch, was die meisten Fassenachter ja eh sind, ist es auch leicht in eine Gruppe rein zu kommen und Spass miteinander zu haben.

Pedder: Jetzt hast du ja nach 3 Jahren im FCV ein großes Amt übernommen. Seit 1. Juli bist Du ja die neue Schatzmeisterin im FCV. Kein leichtes Amt. Was außer Deinen schwäbischen Wurzeln zeichnet Dich dafür aus?

Sylvia: Der Schwabe an sich ist ja schon mal dafür bekannt das Geld zusammen zu halten. Ausserdem bin ich auch jemand der mal hinterfragt, was ist das eigentlich, brauchen wir das noch oder gibt es nicht eine vielleicht günstigere Möglichkeit. In der heutigen Zeit wo immer mehr Geld für Sicherheitsmassmahmen ausgegeben werden müssen ist es schon wichtig zu schauen ob es  Möglichkeiten gibt Geld an anderer Stelle zu sparen oder eben zu schauen wie wir unsere Einnahmen an anderer Stelle erhöhen können.

Pedder: Dafür wünsche ich Dir viel Erfolg. In der letzten Kampagne hattest du ja für die Moderation des "Finther Abend" den AZ Jokus für Dein Debüt bekommen. 

Sylvia: Ja das hat mich sehr gefreut. Bis dahin wusste ich gar nicht, dass es diese Auszeichnung gibt. Am anderen morgen war ich doch sehr erstaunt wer alles so früh schon Zeitung gelesen hat und sich auch direkt bei mir gemeldet hatte. Um 9 Uhr hatte ich dann schon 10 Nachrichten.  Die Finther Abende sind ja auch eine urige und tolle Veranstaltung. Da macht sowas richtig Spass und das Lampenfieber ist nicht so groß bei der überschaubaren Zuhörerzahl. Ausserdem hatte ich in Andreas ja auch Unterstützung und ich denke gemeinsam haben wir das ganz gut gemacht.

Pedder: Kommt bei all der Arbeit im Verein das Fastnacht Feiern nicht zu kurz? Wie feierst du denn Fastnacht?

Sylvia: Wieviel die Arbeit als Schatzmeisterin ist kann ich heute noch nicht so ganz abschätzen. Aber auch wenn die eigenen Veranstaltungen erstmal Arbeit sind macht es ja auch Spass das gemeinsam zu machen und mit den anderen sich danach noch zusammen zu setzen. Und dann kommen ja auch nach unserer Prunksitzung auch noch ein paar Tage an denen wir dann feiern können.

Pedder: Vielen Dank Sylvia, ich wünsche Dir noch einen schönen Sommer und eine erfolgreiche 1. Kampagne in Deinem neuen Amt.