Pedder: Kevin, du bist ja nun seit vielen Jahren im FCV Vorstand und da als FCV Geschäftsführer aktiv. Die meisten wissen, dass Du Amerikaner bist. Du bist in Finthen und beim FCV angekommen, oder?

Kevin Gladden: Ich glaube wie und ob einer "angekommen" ist liegt viel an einem selbst. Meiner Meinung nach liegt es an mir diese Bringschuld zu leisten und ein offenes Interesse an Finthen und dem FCV aufzuzeigen. Es ist einfach Tatsache als das man als zugezogener erstmal Aufhol-Arbeit leisten muss um die natürliche Historie eines Vereins oder auch des Orts kennen zu lernen. Durch aktive Arbeit im Verein ist es auch leichter dies zu tun. Ich denke schon dass ich angekommen bin.

Pedder: Jetzt bist Du ja nicht nur Geschäftsführer im FCV sondern auch im Komitee, im Kleinen Rat und nahezu jeder kennt dich als Tänzer von "Mann-o-Mann". Bei all der Arbeit, die du in der Finther Fastnacht leistest bist du doch für viele noch der "zugezogene". Nervt das nach all den Jahren in Finthen nicht manchmal?

Kevin Gladden: Diese Problematik kann ich gar nicht verstehen. Entweder möchte jemand mit mir zu tun haben oder nicht. Falls nicht würde ich im Leben nicht auf die Idee kommen das darauf zurückzuführen, dass ich zugezogen bin. Im Gegenteil! Ich habe die Erfahrung gemacht durch meine aktive Leistungen in der Finther Fastnacht sehr herzlich aufgenommen zu sein.

Pedder: Der FCV ist ja in der Vergangenheit durch stürmisches Fahrwasser gekommen. Was war für Dich und den Vorstand die größte Herausforderung den FCV wieder auf Kurs zu bringen?

Kevin Gladden: Es sind mehrere Faktoren die eine Rolle gespielt haben. Angefangen mit den Kosten des Vereins durch eingehende Prüfungen auf Verbesserung. Erstmal einfach so wenig wie möglich ausgeben, bis hin zur Sponsoren Gewinnung. Hier möchte ich mich bei allen Mitgliedern bedanken für das entgegengebrachte Vertrauen und vor allem die Treue zum FCV! Der vom Vorstand eingeschlagene Pfad spricht für sich: wir haben durch die VR Bank und andere Sponsoren vieles erreicht. Sind wir jetzt in ruhiges Gewässer gekommen? Nein, aber wir können sagen dass die Wellen nicht mehr ganz so heftig sind.

Pedder: Die Fastnacht ist eine ernste Sache, dass weiß in Mainz jeder. Die aktuelle politische Lage macht es den Veranstaltern von Großveranstaltungen nicht gerade einfach. Wie kompensierst du das? Ist die Angst bei allem Spaß immer dabei?

Kevin Gladden: Schlicht und ergreifend: Nein! Ich weigere mich, Angst zu haben. Es wird alles getan die Risiken so gering wie möglich zu halten. Dafür sind viele Fachleute im Hintergrund tätig. Sei es die Polizei, die Feuerwehr oder Behörden mit dem Ziel diese Risiken zu erkennen und minimieren. Wir sind stets interessiert alles zu tun wie z.B. die Anzahl der Besucher bei der Sitzung im Auge zu halten wegen der Brandgefahr, Fluchtwege an der Zugstrecke aufzuzeigen oder die Zugstrecke selbst anzupassen um identifizierte Risiken zu minimieren.

Pedder: ich glaube als Außenstehender sieht man das alles gar nicht und vielleicht ist die eine oder andere Entscheidung dann doch nicht so abwegig wie es auf den ersten Blick scheint. Was empfiehlst du den Finther Narren und allen interessierten für die kommende Kampagne?

Kevin Gladden: Feiern Sie Fastnacht wie es sein soll! Feiern Sie Fastnacht bei uns! Kommen Sie mit nach Drais am 03. Februar zur unser Prunksitzung. Karten können Sie auf FCV.de reservieren bzw. erwerben! Danke!

Pedder: Kevin, Danke für das Interview. Viel Erfolg für die kommende Kampagne!